Marktbericht Investment 2015





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Das Transaktionsvolumen in Frankfurt übertraf im Jahr 2015 mit fast € 6 Mrd. das bereits sehr gute Vorjahresergebnis um fast 15 %. Es handelt sich um einen weiteren Anstieg und das beste Ergebnis seit dem Rekordjahr 2007. Auch 2015 wurde der Markt wieder vom Verkauf großvolumiger Bürogebäude, wie dem Trianon (ca. € 540 Mio.), dem Eurotower (ca. € 455 Mio.) und dem Deutsche Bank-Campus (ca. € 250 Mio.) geprägt. Insgesamt wurden 15 Verkäufe für mehr als € 100 Mio. registriert, die mit einem Gesamtvolumen von € 3 Mrd. € für rund 50 % des Transaktionsvolumens verantwortlich waren. Erwähnenswert ist auch, dass ausländische Investoren besonders aktiv und für rund 3/4 des Umsatzes mit großen Transaktionen verantwortlich waren.
Pensionskassen und Pensionsfonds belegen den ersten Platz in der Käuferskala, danach folgen auf Platz zwei und drei Opportunity- und Private Equity Fonds sowie offene Immobilienfonds und Spezialfonds. Aktiv waren auch 2015 wieder Projektentwickler, die sich Objekte und Grundstücke für künftige Projekte sicherten. Banken führten mit einem Volumen von gut € 1 Mrd. die Rangliste der Verkäufer an. Gefolgt von offene Immobilienfonds und Spezialfonds sowie Vermögensverwaltern. Diese Investoren nutzten die Marktphase um eine Optimierung ihrer Portfolios vorzunehmen.
Ein Mangel an rentierlichen Anlagemöglichkeiten hat 2015 bei Investoren dazu geführt vermehrt Risiken, z.B. durch Leerstand oder kurze Mietvertragslaufzeiten in Kauf zu nehmen. Zwar entfielen auch 2015 der Großteil der Investitionen auf Core- und Core Plus-Objekte, allerdings sank der Marktanteil dieser Objekte deutlich.


Der Frankfurter Investmentmarkt war auch 2015 geprägt von der wichtigsten Assetklasse, der Büroimmobilie, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien, Hotelimmobilien sowie Logistikimmobilien. Die starke Nachfrage hat die Spitzenrendite 2015 weiter sinken lassen. Für Büroimmobilien werden ca. 4 % registriert, für Geschäftshäuser ca. 3,5 %. Bei Logistikimmobilien beträgt die Rendite ca. 5 %.


Das niedrige Zinsniveau, in Verbindung mit günstigen Finanzierungsbedingungen, fehlenden Anlagealternativen, bei gleichzeitig anziehender Nachfrage, lässt erwarten, dass sich die Rahmenbedingungen auch 2016 nicht signifikant ändern. Ob 2016 allerdings das Ergebnis von 2015 erzielt werden kann, hängt weniger von der Nachfrageseite als vielmehr von einem ausreichenden Angebot ab. Aufgrund mangelnder alternativer Anlageformen sind viele Eigentümer nämlich nicht bereit, sich im aktuellen Marktumfeld von ihren Immobilien zu trennen.